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Jagdhund-Training

Jagdhund bei der Rückkehr

Spart euch den teuren Coach, schafft euch einen Jagdhund an. (Aus dem Tierschutz natürlich!) Ein Jagdhund ist Coach und Therapeut zugleich. Sein Besitzer verfügt nach erfolgreichem Training über sämtliche Social Skills, die es auf dem Markt der positiven Eigenschaften überhaupt gibt:

    Gelassenheit – wenn das Mistvieh dir mit entschuldigendem Blick zu verstehen gibt, dass es genau jetzt leider seiner Leidenschaft und Bestimmung nachgehen MUSS, weil die Natur es so will. Und tschüss!

    Geduld – wenn es mal wieder etwas länger dauert, bis die Kaninchen richtig sortiert sind.

    Verständnis – für die Leidenschaft des anderen, die man absolut nicht teilt.

    Flexibilität – wenn die unendliche Wartezeit die komplette Tagesplanung zunichte macht.

    Körperliche Härte – wenn man unbefrühstückt und kaffeelos bei niedriger Umgebungstemperatur und hoher Luftfeuchtigkeit ausharren muss.

    Kritikfähigkeit – lass die oberschlauen Belehrungen der Golden-Retriever-Besitzer über dich ergehen, begegne ihnen mit einem Lächeln und einem entwaffnenden: „Sie haben ja so Recht!“

    Beherrschung – Affektbeherrschung ist lernbar: Bei der Rückkehr des Tieres muss echte Freude vorgetäuscht werden, obwohl die geistigen Phantasien mittlerweile bei Vierteilen, Erhängen und lebenslangem Leckerchenentzug angelangt sind.

    Demut – wenn das Tier wieder heil und glücklich im Bett in seinem Körbchen liegt, unverletzt und nicht erschossen.

Social Skills also, die man in jeder Lebenslage – besonders bei der Kindererziehung oder dem Umgang mit Kunden – erfolgreich einsetzen kann. Jagdhund als Coach – ich kann das niemandem jedem empfehlen.

3 Kommentare

  1. jaaa, das kommt mir alles irgendwie bekannt vor…
    es gibt ja soo viele schlaue Hundebesitzer!

  2. Mir fehlt bei den Eigenschaften und den unabdingbaren ‚Skills‘ noch die ‘Erleuchtung’ und der Glaube an das Gute: …….. im TIER!

    Die mystisch-religiöse Komponente kommt mir darum leider eindeutig zu kurz…. 😉
    Denn es geht ja auch um die vielen Stoßgebete, die der Hund uns lehrt: kommt er zurück, kommt er nicht, bitte komm jetzt, beiß niemanden, lauf nicht weg… usw. Dahinter schimmert doch eindeutig die Transzendenz und der Glaube oder die Hoffnung daran, dass in jeder bösen Absicht auch ein guter Kern lauert.

    • Das Licht ist doch immer erst ganz am Ende des Tunnels, oder? Ich fürchte, auf diese Erleuchtung muss ich noch lange warten. Leider.

      Einen Stoßseufzer der Erleichterung gibt es dennoch, nämlich wenn der Coach zufrieden und heil, schnarchend und pfotenzuckend in glückseligen Jagdträumen auf der Coach schlummert.

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